Pressestimmen

FONO FORUM

„[...] Norrington und das Zürcher Kammerorchester geben den Ton mit einer sehr feinen, auf Durchsichtigkeit und Farbigkeit bedachten Darstellung an, Knauer geht darauf mit auffällig weich und locker klingendem Klavierspiel von geschliffener Geschmeidigkeit und vor allem einer völlig unprätentiösen musikalischen Erfülltheit ein, die alle Bewunderung verdient – Kempff und Schiff grüßen von ferne. [...]“

 

Die ZEIT
(…...) Das Klavierkonzert D-Dur KV 451 ist ein schönes Beispiel dafür, dass solistische Freiheit und solistische Demut in Balance zu bringen sind. Das Klavier ist hier beinahe ein Orchesterinstrument, dem flinke Flötenläufe und zartes Harfenrauschen zugewiesen sind. Oft ist nur eine Hand beschäftigt. Wer hier den Helden markiert, hat das Stück nicht kapiert.
Dieses Konzert hat Norrington in Steinwurfweite zu Mozarts Geburtshaus mit der Camerata Salzburg und dem Pianisten Sebastian Knauer eingespielt. Bereits die orchestrale Einleitung atmet die reine Herrlichkeit des Klangs, aber das ist kein majestätischer Block, sondern eher jener Tag der Schöpfung, als Gott die Pflanzen schuf: Floraler, lieblicher, idyllisch begrünter hat man das nie gehört. Einmal taucht ein kleines hübsches Bratschenmotiv auf, von dem man sogar vor dem Schöffengericht ausgesagt hätte, es komme in den Noten nicht vor. Wenn Knauer sein Solo beginnt, denkt man zuerst: Was für ein Understatement! Will der gar nicht aufs Plakat? Aber diese Behutsamkeit ist einzig Mozart geschuldet. Knauer wirkt nicht wie ein Athlet, sondern wie ein Träumer, ein agiler Franziskus, der mit der Natur spricht. Das Ergebnis ist faszinierend: ein Spitzentanz durch den Garten Eden.
Eine der schönsten Mozart-Aufnahmen aller Zeiten
Als habe Knauer in Salzburg den Kuss der Muse empfangen und wolle ihn gleich weitergeben, hören wir auf derselben CD auch eine Klavierviolinsonate, wie sie im Buch stehen könnte (…..)
 
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung
(…….) Norrington hat das Klavierkonzert KV 451 mit dem Hamburger Pianisten Sebastian Knauer eingespielt. Er greift schärfer akzentuiert ein in die Dynamik, sein Klangbild ist sehr viel plastischer, aber auch rauher, ruppiger. Wie ein extrovertierter Zwilling zum B-Dur-Konzert erscheint dieses D-Dur-Konzert, es paukt und trombt und kehrt das Innerste nach außen. Die Streicher der Camerata Salzburg spielen vibratoarm, aber handfest, die kontrapunktischen Verzweigungen im letzten Satz sind zum Greifen deutlich herausgearbeitet. Und Knauer, der so erstaunlich viele Farben auf seiner Pianistenpalette hat, sitzt akustisch ganz vorne an der Rampe, wenn er solo an der Reihe ist, und tritt im Dialog mit den Holzbläsern wieder perfekt zurück ins Glied. Das erinnert an den Ausspruch Alfred Einsteins, man wisse nicht recht, ob dieses D-Dur-Konzert nun eigentlich eine Symphonie mit obligatem Klaviersolo genannt werden müsse oder aber ein Klavierkonzert mit obligatem Orchester.
Knauer spielt seinen Part so famos, daß man sich fragt, wie es nur möglich ist, daß ein Pianist dieser Klasse weniger öffentliche Aufmerksamkeit erfährt als beispielsweise Martin Stadtfeld, dessen bereits im September neu herausgebrachtes Album mit den Klavierkonzerten c-Moll KV 491 und d-Moll KV 466 einer Entzauberung gleichkam (…..)
 
 
Gramophone Magazine
„ Poise and discipline from a pianist we must hear more from.”
“(…) this disc is invaluable on two fronts. First, it introduces us in a first recording to 572 bars of original Schubert (…). Second, it presents the 35-year-old German pianist whose playing is a marvel of robust eloquence and unfaltering mastery, free from all distracting caprice or idiosyncrasy(…) All his performances are as disciplined as they are acute and I can scarcely wait to hear this finely recorded and most clear-sighted of pianists in the widest possible repertoire.”
 
 
N-TV Online
„ Schubert in gereifter Form“
Sebastian Knauer zeigt sich in einer enormern Bandbreite seiner Ausdrucksfähigkeit (…) er zählt zu den Grossen seiner Zunft (…) Massvoll bietet der seinen Zuhörern einen empfindsam bis dramatisch interpretierten Schubert (…) Tonmeister wie Musiker liefern mit diesem Silberling eine interessante, klanglich vollendete Arbeit ab, die mir noch länger Freude machen wird. Und da sich Freude bekanntlich verdoppelt, wenn man sie teilt, gebe ich meine Erfahrung gern weiter.
 
 
WDR 3 Hörzeichen CD Tip
„ Er leistet Großartiges“
(…) Klar in jedem Moment seiner Artikulation, entschlossen in der Gewichtung der Bassstimmen, spielerisch in den heiteren Momenten, robust, aber nie grob im Anschlag und erfreulich zurückhaltend im Pedalgebrauch (…) Er formt den Klang, ein überzeugendes Dokument seiner Spiel – und Deutungskunst (…)
 
 
Diapason
Si le couplage peut paraitre incongru, le talent des interpretes fait indiscutablement la force de ce disque. Du KV 451, le pianiste allemand S  Knauer propose une version radieuse, toute teintée d'optimisme. Avec un toucher agile et d'une rare finesse, il en livre la fougue et la delicate virtuosité, Norrington et la Camerata de Salzbourg lui ciselant un accompagnement d'orfevre.  C'est encore dans un climat de raffinement que D Hope (l'actuel violoniste du BAT) se joint au pianiste pour une lecture particulierement inspirée de la sonate KV 379. Si la fusion de leurs timbres est un delice, celle de leur pensée n'est pas moins envoutante. Dans cette oeuvre de forme insolite, ou l'improvisation semble souvent guider le propos, les deux interpretes rivalisent de subtilité et de charme, sans jamais perdre de vue l'essentiel, la sobrieté et l'humilité. Leur tendresse dans l'Adagio initial, la fraicheur de l'Allegro et l'inventivité des variations finales sont exaltantes. Si le violoniste use souvent de couleurs et d'articulations d'inspiration "baroque", son jeu sait garder naturel et coherence.
.......L'orchestration de la sontate (Wilby) respecte le charme de l'oeuvre originale et les interpretes y font preuve d'une poèsie sensiblement plus touchante que dans la version Midori/Eschenbach, parue voici quatre ans (Sony).
 
 
Generalanzeiger Bonn
Mit Beethovens c-Moll-Klavierkonzert war der Pianist Sebastian Knauer zu hören. Geradezu kammermusikalische Subtilität - vor allem im wunderbar lyrischen Largo - kennzeichnete auch im Orchester die Grundtendenz dieser Interpretation. Gleichwohl fehlte es Knauer - wo gefordert - nicht an Bravour. Begeisterter Beifall. Als Zugabe spielte er Brahms` anrührendes A-Dur-Intermezzo.
 
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Diesmal hinterließ der aus Hamburg stammende Pianist Sebastian Knauer mit Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37 eine künstlerische Visitenkarte, die das Auditorium vom ersten Einsatz an in den Bann zog. Knauer ist Gewinner verschiedener Wettbewerbe, Schüler von Karl-Heinz Kämmerling und Philippe Entremont sowie ständiger Duopartner des Geigers Daniel Hope.
Er hat offenbar früh jenes Handwerkszeug gelernt, das eine perfekt gelungene Interpretation auszeichnet: einen vielfältig differenzierten Anschlag, eine auf bestimmte Zieltöne hin ausgewogene Phrasierung, exakte Modellierung des Einzeltons und - bei Beethoven besonders wichtig - sicheres Stilempfinden. In Wiesbaden vermochte Knauer dies bei scheinbar unbegrenzter pianistischer Technik rückhaltlos umzusetzen. Sein pianistischer Zugriff und seine Klangvorstellungen erinnerten zuweilen an Gerhard Oppitz, und wie dieser Künstler bewies Knauer mit seiner Zugabe eine besondere Affinität für das Spätwerk von Brahms. Großer Beifall. 
 
 
Financial Times
KLASSIK Rekonstruieren um jeden Preis? Warum nicht, wenn die Quellen die Richtung vorgeben und der Bearbeiter, in diesem Falle Philip Wilby, guten Geschmack beweist.
Wenn dann noch ein Dreamteam mit inspirierender Verve in Sachen Mozart wie der Geiger Daniel Hope und der Pianist Sebastian Knauer dazukommen und ein Kammerorchester wie die Camerata Salzburg, kann nichts mehr schief gehen.
Der Gänsehauteffekt beim Hören mancher Stellen des raffiniert harmonisierten D-Dur-Doppelkonzerts ist da bereits programmiert. Lustvoll musiziert wird auch das in freudigem D-Dur geschriebene Klavierkonzert. Dirigent Sir Roger Norrington schreibt im Booklet: "The boys played beautifully." Stimmt!
Vor allem, wenn man erlebt, wie zauberhaft subtil Daniel Hope die Variationen der G-Dur-Violinsonate gestaltet und es dort auch in der Klavierbegleitung federt und perlt.
 
 
Süddeutsche Zeitung
„  Wer das Werk (Rhapsody in Blue) in der Ursprungsbesetzung mit Jazzband und Klavier von 1924 kannte, ahnte bereits zu Recht, welche Vielfalt und Virtuosität eine reine Klavierversion dem Pianisten abverlangen würde. Knauer meisterte den akrobatischen Kraftakt jedoch mit Bravour und viel Fingerspitzengefühl. Die Jazzeinlagen harmonisierten wie selbstverständlich mit klassischen Klängen, feinste Klangfärbungen wirkten gar narrativ, rhythmische Akkord – Kaskaden donnerten packend, doch keinesfalls massiv.“
 
 
Salzburger Nachrichten

 „Drei Tage „Begegnungen“: Proben und Konzerte Sir Roger Norringtons mit der Camerata Salzburg im Zeichen Schuberts.
Im Sonntag-Konzert war Schuberts letzte Sonate (B-Dur D960) vor der letzten Symphonie ein unverzichtbarer Programmpunkt. Knauer ist ein Ausnahme – Pianist (...) Knauer geht von einem verinnerlicht-singenden Anschlag aus, er lässt Themen und ihre Abwandlungen wie selbstverständlich ineinander gleiten. Das Wunder ist, dass da nicht etwas Verwaschenes rauskommt, sondern dass im Feinen wundersame Konturen durchschimmern. Mit schier unerbittlicher Lyrik steuerte Knauer durch das Andante sostenuto, und es wurde kein Endlos-Gesang (...) „Con delicatezza“ werden im Scherzo Fäden herausgearbeitet und im Finalsatz , mit seinem ständig durch Freude und Depression taumelnden Thema, fand der Pianist die stärksten Kontraste , ohne das Forte je zu überspannen.“
 
 
Wiener Zeitung
„...Nicht nur wegen der Lage wurde der Mittelsatz von Mozarts Klavierkonzert KV 271 „Jeunehomme“ zum zentralen Erlebnis des Abends. Sebastian Knauer aus Hamburg ist ein gefühlvoller, ausdrucksstarker Musiker. Die Ecksätze stattete er mit stupender Gläufigkeit aus...“   
 
 
American Record Guide
„Gershwin – played by the remarkable young German Pianist Sebastian Knauer. It is one of the most enjoyable and impressively recorded piano records I have encountered in a long time, and the music-making is glorious (…) For this intelligent pianist Gershwin is great music, and in his hands it is so performed (…) Gershwin, even in his smallest song, stands up to full classical treatment. We hear Rhapsody in blue in the intensely involving solo version, and this is the most musical performance I’ve heard. Knauer plays this big Gershwin with unabashed conviction and brilliance(…)
Editor’s note: Mr van Sant has described the Knauer perfectly. He takes the music seriously. He takes time to smell the flowers, but he keeps up rhythms and moves things along. Since Europeans usually cannot play Gershwin at all, this is worth calling to your attention(…)
 
 
L’Eco di Bergamo
„... Er vollbrachte wahre Wunder auf dem ihm zur Verfügung stehenden Instrument.
Perfekte Technik, immer sehr durchsichtig und perlend in schweren Passagen,
Schnelligkeit im Artikulationsregister und tonlicher Wohlklang...“
 
 
O Estado de Sao Paulo
„... Der  Hamburger Pianist Sebastian Knauer ist wahrhaftig ein Gershwin Spezialist,
was er schon auf seiner CD eindrucksvoll gezeigt hat ...“
 
 
Neue Luzerner Zeitung
„Sebastian Knauer besitzt neben seiner brillanten und makellosen Technik auch einen feinen Sinn für das diffizile Gewebe klassischer Strukturen. Dem Mittelsatz verlieh er mit zartem, weichen Anschlag, den er durch wohlbedachten Pedalgebrauch unterstützte, eine elegisch fließende, poetische Kantabilität.“
 
 
The Times
The big attraction here is the performance of the Piano Concerto in D, K451. Roger Norrington and his players convey the forceful expression of the opening without sounding weightily grounded. Sebastian Knauer's solos are unusually flighty and light-fingered, with something of the effortless grace of a darting bird. Knauer manages to give such an impression of spontaneity that he never seems to cover the same ground twice.
 
 
Gramophone Magazine
Knauer and Norrington find no languor in an ideally paced Andantino, nor a trivial outlook in a deftly accented, dynamic finale that finishes in swinging compound time.
This carefully balanced and tonally excellent disc is most desirable.